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Dominique ist eine allein stehende Frau Mitte vierzig, die ein Pariser Modehaus
der Haute Couture leitet. Als sie in einer Bar auf den schönen jungen Quentin
trifft, nimmt sie ihn mit zu sich nach Hause. Zuerst für eine leidenschaftliche
Nacht, dann auf Dauer. Die selbst- und zielbewusste Dominique beginnt, ihren
jungen Liebhaber auszuhalten, ohne ihn jedoch kontrollieren zu können. Immer
wieder taucht Quentin in sein altes Leben eines bisexuellen Gelegenheitsstrichjungen
ab, entzieht sich rabiat Dominiques Begehren und ihrer Dominanz ...
Benoît Jacquot drehte in "Schule des Begehrens" bekannte Rollenmuster um: Statt
des üblichen reifen Mannes, der seine verlorene Jugend in der Liebe zu einem
jungen Mädchen sucht, nimmt sich hier eine wohlhabende Frau einen jungen Liebhaber,
den sie zum Objekt ihrer Begierde degradiert. Eine feminine Frau in einer
maskulinen Position liebt einen maskulinen Mann in einer femininen Position.
Jacquots Blick auf den sexuellen Machtkampf seiner Figuren ist unsentimental,
weil er jede Gefühlsnuance genau und gleichzeitig kommentarlos registriert.
Er schickt seine Protagonisten durch die harte Schule des Fleisches - so der
Originaltitel der japanischen Romanvorlage von Yukio Mishima. [ZDF]
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