Film: Die Mumie

 


 Titel  Die Mumie
    The Mummy
 Land  USA
 Jahr  1999
 Genre  Fantasy
    Abenteuer
    Horror
 Länge Kino  123 min.
 Länge Fernsehen  112 min.
 FSK Kino  12
 FSK Fernsehen  12
 Regie  Stephen Sommers
 Produzent  James Jacks
    Sean Daniel
 Kamera  Adrian Biddle
 Buch / Drehbuch  Stephen Sommers
    Lloyd Fonvielle
    Kevin Jarre
 Musik  Jerry Goldsmith
 Schnitt  Bob Ducsay
 Kostüme  John Bloomfield
 Kinostart  3. Juni 1999
 TV-Ausstrahlungen  23. Oktober 2005, 20 Uhr 15 in RTL
    24. Oktober 2005, 1 Uhr in RTL
 Darsteller  Rachel Weisz als Evelyn
    Stephen Dunham
    Brendan Fraser als Rick O'Connell
    John Hannah als Jonathan
    Arnold Vosloo als The Mummy
    Kevin J. O'Connor
    Jonathan Hyde
    Oded Fehr
    Brendan Fraser als Rick O'Connell
    Rachel Weisz als Evelyn
    John Hannah als Jonathan
    Kevin O'Connor als Beni
    Oded Fehr
    Arnold Vosloo als Imhotep
    Jonathan Hyde als Ägyptologe
    Erick Avari als Kurator
    Stephen Dunham als Henderson
    Corey Johnson als Daniels
    Tuc Watkins als Burns
    Omid Djalili
    Aharon Ipale
    Bernard Fox
    Patricia Velasquez
    Carl Chase

"Die Mumie" ist ein Remake des gleichnamigen Horrorfilmes aus dem Jahre 1933 mit Boris Karloff als bandagiertem Plagegeist. 1995 beschlossen die Universal Studios dann, den Untoten zu neuem Leben zu erwecken, und zwar mit Hilfe von Industrial, Light & Magic, der Nummer 1 in Sachen Specialeffects.

Der Hohepriester Imhotep (Arnold Vosloo) wird beim Tete-á-tete mit der Geliebten des Pharaos erwischt und daraufhin mit dem schlimmsten Fluch belegt, den die alten Ägypter zu bieten hatten: er wird bei lebendigem Leibe mumifiziert. Von diesem Zeitpunkt an "lebt" Imhotep für immer als Untoter in seinem Sarg; es sei denn, irgendjemand befreit ihn.... 3000 Jahre später: Legionär Rick O' Connel (Brendan Fraser) soll die Ägyptologin Evelyn (Rachel Weisz) und deren Bruder Jonathan (John Hannah) zur Schatzsuche nach Hamunpatra führen. Diese sagenumwobene Stadt hat tatsächlich einige Schätze zu bieten, aber leider auch den bösen Imhotep. Zusammen mit einer Gruppe Engländer wird die Stadt unsicher gemacht, aber anstelle eines Schatzes finden sie nur den netten Mann im Sarkophag. Von nun an treibt Imhotep sein Unwesen in Theben und nach drei Jahrtausenden im Sarg hat sich bei ihm verständlicherweise allerhand Frust angesammelt. So stattet er seine alten, verwesten Knochen erst mal mit Fleisch und Blut aus; mit anderen Worten: zur vollständigen Wiederherstellung seines Körpers muss der Mumie eine Handvoll armer Ägypter als biologischer Bausatz zur Verfügung stehen und aus Rache lässt er auch noch die altbewährten zehn Plagen auf das Volk los. So beginnt ein Kampf auf Leben und Tod, denn Evelyn soll Imhotep als Opfer dienen, um seine ehemalige Geliebte Anck-Su-Namun (Patricia Velazquez) wieder zum Leben zu erwecken...

Zunächst mal das Positive: die Effekte sind wirklich erste Sahne. Heuschreckenschwärme, Meteore, die vom Himmel fallen, Wasser, das zu Blut wird und natürlich die entfesselte Mumie höchstpersönlich rechtfertigen den Besuch im Kino ohne weiteres und an Spannung fehlt es auch nicht. Leider fehlt dem Film die letzte Konsequenz. Vielleicht hätte man sich vorher entscheiden sollen, ob man einen Horrorfilm oder eine Komödie dreht. Man hat sich für eine Mischung entschieden, und so entsteht letztlich doch wieder nur gewöhnliches Mainstreamkino: von allem ein bisschen, um es jedem recht zu machen. Alles erinnert sehr stark an die Indiana Jones - Filme. Und dann darf in einem solchen Film eine Liebesgeschichte natürlich auch nicht fehlen. Die passt leider wie die Faust auf's Auge und dass Evelyn und der tapfere Rick am Ende zueinander finden ist -gähn- mal wieder von vorneherein absehbar. Aber das alles ist bei dem Film sowieso nebensächlich. Die Mumie tobt, und das ist es, worauf es in diesen 120 Minuten ankommt, insofern ist "The Mummy" ohne weiteres ein Film, den man sich anschauen kann; gutes Popcornkino. Nicht mehr und nicht weniger. [/MINT-NET/FREIZEIT/KINO 19990603]

Archäologen und Schatzsucher entdecken 1925 in Ägypten das Grab eines vor 3000 Jahren lebendig begrabenen Hohen Priesters, der dadurch zu neuem Leben erweckt wird. Remake des Klassikers von Karl Freund aus dem Jahr 1932, ungeniert umfunktioniert und banalisiert zum Spezialeffekt-Abenteuer um einen ägyptischen Hohepriester, der mit einem ähnlichen Fluch wie Dracula beladen ist: keine Ruhe ohne reine Liebe. [AZ, 2.6.1999]

Ein mit einem Fluch beladener und vor 3000 Jahren lebendig mumifizierter frevelhafter Hohepriester wird von Archäologen und Schatzsuchern unabsichtlich zu neuem Leben erweckt und bedroht nun die Welt. Exotisches Abenteuerspektakel im Stile von Iniana Jones, das zwar Horrorsequenzen durchaus ausspielt, aber auch einen ironischen Unterton nie ganz verliert. Perfekte visuelle Effekte werden wirkungsvoll mit klassischen Mustern der Filmgeschichte verknüpft. [Multimedia]

Ein vor 3000 Jahren lebendig begrabener ägyptischer Hohepriester wird zu neuem Leben erweckt und erfüllt Archäologen und Schatzsucher gleichermaßen mit Schrecken. Neuverfilmung des alten Karl Freund-Stoffes von 1932. Die an klassischen Vorbildern des Abenteuer-und Monumentalfilms orientierte Inszenierung bemüht sich bei aller äußerlichen Effekthascherei um einen ironischen Unterton, der den Film zumindest streckenweise amüsant macht. Dabei geht mit der Vergröberung des Stoffs zum event movie die intime Atmosphäre der Vorlage verloren. [Zoom, 6-7/1999]

Die Original-Mumie mit Boris Karloff hat damals 196 161 Dollar gekostet - wie teuer war Ihre?
James Jacks: Wir liegen etwas darüber. Das ursprüngliche Budget war mit 75 Millionen Dollar angesetzt. Da wir uns bei der Post-Produktion beeilen mußten, haben wir etwas überzogen und liegen knapp unter 80 Millionen Dollar. Gut ein Viertel des Etats ist in die Spezialeffekte geflossen. Industrial Light&Magic hat uns genauso viel gekostet, wie ein Mel Gibson.
Mußten Sie sich beeilen, weil Ihnen "Star Wars" im Nacken saß?
Jacks: Es wäre keine gute Idee, mit einem Special Effect-Film erst nach "Star Wars" zu starten, wenngleich unsere Mumie ganz andere Effekte bietet. Wir haben an dem Drehbuch sechs Jahre gearbeitet, es gab ganz verschiedene Konzepte vom zeitgenössischen Drama bis zum blutigen Horrorfilm. Beteiligt waren im Laufe der Zeit so unterschiedliche Leute wie Clive Barker, Joe Dante oder John Sayles. Die jetzige Version ist ein romantischer Abenteuer-Action-Film mit Humor, etwa im Stil von "Indiana Jones". Und er ist viel aufwendiger geworden als ursprünglich geplant. [Produzent James Jacks im Interview mit Dieter Oswald, Filmecho/Filmwoche, 22.5.1999]

 
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aktualisiert am 1999-07-02...2005-11-13 durch JSD