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Frankreich in den letzten Jahren des Absolutismus. Der Aufklärungsphilosoph Denis
Diderot hat sich durch seine aufrührerischen Thesen bei Hof und Kirche unbeliebt
gemacht. Vor allem in seiner Enzyklopädie sieht die Staatsmacht eine Gefährdung
ihres Wissensmonopols und lässt die Schrift prompt verbieten.
Diderot findet mit seiner Familie Unterschlupf auf dem Anwesen des Baron d'Holbach,
der, versteckt in der weitläufigen Krypta seiner Kapelle, den illegalen Druck der
Enzyklopädie fortführt. Der Autor selbst hingegen ist, ermuntert von den freizügigen
Sitten unter dem Regiment der Baronin, zunehmend an amourösen Abenteuern
interessiert.
Erfüllung und Inspiration sucht er bei der geheimnisvollen Malerin Madame
Therbouche, die sein Weltbild ebenso ins Wanken bringt wie die unerwiderte Liebe
seiner Tochter zu dem weitaus älteren Chevalier de Jerfeuil. Mit der Ankunft des
Kardinals, einem Bruder des Hausherren, ist die bis dahin fröhliche Harmonie auf
dem Landschloss bald vorbei. Denn schließlich stört sich der heilige Mann nicht
nur am ausschweifenden Lebensstil, der auf dem Anwesen gepflegt wird; er hegt
auch einen sehr konkreten Verdacht bezüglich der Herstellung einer gewissen
Enzyklopädie.
Wie lange ihn die Baronin und ihre Zimmermädchen mit ihren gewaltigen
Beichtmarathons an seinen Ermittlungen hindern können, ist ebenso ungewiss
wie die Rolle, die Madame Therbouche in der ganzen Angelegenheit spielt. Am
Ende freilich kann der Skandalphilosoph Diderot auf eine neue Mitarbeiterin
und Geliebte zählen.
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