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David wächst als wohlbehütetes Kind in Liegnitz auf. Nichts deutet darauf hin,
welches Schicksal die Nazis für die jüdische Bevölkerung vorgesehen haben, bis
eine Horde Hitlerjungen am Purimsfest mit "Juden raus"-Geschrei die Familienfeier
stört. Davids Vater, ein angesehener Rabbiner, beruhigt die Familie: "Wer wird
sich mit solch einem Pöbel noch zum Antisemitismus bekennen?" Doch Deutschland
marschiert mit diesem Pöbel. David muss die Schule verlassen, sein Vater schickt
ihn nach Berlin, wo sein cleverer Bruder Leo schon lebt. David lernt dort junge
Leidensgenossen kennen, die sich auf die Auswanderung nach Palästina vorbereiten,
wo Latein und Griechisch weniger nützlich sind: David lernt, Nähmaschinen zu
reparieren und Obstbäume zu schneiden.
Davids Vater ist verhaftet worden und kommt mit einem schweren Trauma aus dem
KZ zurück. Die Familie zieht nach Berlin, immer noch voller Hoffnung auf eine
Ausreise. David entkommt durch Zufall der Deportation, doch die Wohnung der
Eltern ist leer: Sie wurden bereits abgeholt.
Ein Schuster ist bereit, David und seine Schwester Toni im Materialraum seiner
Werkstatt zu verstecken. Doch die Angst siegt über die Menschlichkeit: David
muss auf der Straße leben. Er findet sogar Arbeit - doch ohne Papiere will man
ihn nicht länger beschäftigen. Die Angst, bei den ständigen Ausweiskontrollen
verhaftet zu werden, wird übermächtig, denn auch sein Bruder Leo, der zur Tarnung
eine Uniform der Hitlerjugend trägt, wird gefasst. Nachdem auch ein Fluchtversuch
auf einem Güterzug misslungen ist, vertraut sich David dem Chef der Firma an.
Sein Instinkt war richtig: Der Fabrikant weiß einen Weg ins rettende Ausland.
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